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Verhalten irischer Forellen
Das Verhalten der Forellen ist abhängig von der Menge und Art des Nahrungsaufkommens. Dieses Verhalten wird aber auch von dem jeweiligen Gewässertyp beeinflusst. Forellen in nährstoffreichen Gewässern mit einem Bett aus Kalkstein haben ein beständiges und gutes Nahrungsaufkommen. Fische, die in eher saueren Gewässern leben, sind dagegen nicht wählerisch und zeigen ein eher opportunistisches Fressverhalten. Anhaltende Wärmeperioden haben einen großen Schlupf an Insekten zur Folge und dies veranlasst die Forellen meist zum Steigen und zur Nahrungsaufnahme an der Wasseroberfläche.
In Kalkflüssen und -seen tendieren Forellen zum Rumstöbern nach Nahrung am Grund und im Kraut. In eher saueren Gewässern sind mit einem kleineren Nahrungsangebot sind die Fische fokussiert auf Nahrung, die der Wind ins Wasser bläst.
Das Verhalten der Fische wird durch viele weitere Faktoren beeinflusst, einschließlich der Jahreszeit, der vorherrschenden Wetters oder sogar der jeweiligen Tageszeit.
Zum Saisonbeginn fressen die Fische begierig, um zu Kräften zu kommen nach dem anstrengenden Laichgeschäft und dem begrenzten Nahrungsangebot im Winter. Forellen in den Seen fressen dann Wasserasseln und Flohkrebse; sie steigen aber bei einem frühen Schlupf von schwarzen Zuckmücken.
Irland ist zu recht berühmt für seinen Maifliegenschlupf, der schon im April beginnen kann und bis in den Juli andauert. Die beste Zeit variiert aber von See zu See.
Warme Sommerabende kündigen die Ankunft der Köcherfliegen (Sedges) an, und gegen Ende der Saison haben Forellen noch ein Festmahl an großen Schnaken (Tipula). Mit entsprechenden Mustern wie der so genannten Daddy-long-legs oder Crane-Fly ist dann exzellentes Fischen möglich.
Es macht sich aber auch bezahlt, im Herbst ein Auge auf Forellen zu haben, die Brutfische fressen. Dies alles zusammen ist ein reichhaltig gedeckter Tisch, der Forellen schnell an Gewicht zulegen lässt. Und dieses Angebot lockt oftmals auch größere Fische aus ihrem Unterstand, um am Festschmaus teilzuhaben.
In Kalksteinflüssen kommt es generell zu einem starken Schlupf von Eintagsfliegen der Ordnung Ephemeroptera. Den Auftakt im zeitigen Frühjahr machen die Large Dark Olive (Baetis rhodani), gefolgt von Medium Olives (Baetis), Iron Blue Dun (Baetis) und der berühmten Blue Winged Olive (Ephemerella ignita) im Sommer.
Köcherfliegen (Sedge) sind im fortschreitenden Sommer ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Nahrung. Es ist wichtig, dieses Arten zu kennen und einige passende Muster zur Hand zu haben: Wenn Sedge in großen Mengen schlüpfen, sind Forellen völlig auf sie konzentriert.
Über die Saison wird der Schlupf aquatischer Insekten unterstützt durch das Aufkommen von Landinsekten wie der Bibio (Hawthornfly), Käfern, Dungfliegen und den bereits erwähnten Tipula-Mücken (Daddy-long-legs). In diesen Flüssen kommen zudem große Populationen von Krustentierchen vor.
Forellen in eher saueren Flüssen sind beim Futter nicht wählerisch. In diesen Flüssen kommt es zwar durchaus zum Schlupf von Eintagsfliegen, aber Landinsekten sind hier wichtiger. Das gilt vor allem im Hochland oder Moorland-Flüssen. Die Trockenfliege fängt hier zwar auch, doch Nassfliegen sind wichtiger. Universelle Muster sind zudem fängiger als genaue Imitationen.
Die Tageszeit ist für den Fang wichtig. Im Frühjahr ist die Beißzeit oftmals beschränkt auf die wärmeren Stunden des Tages zwischen 11.00 und 14.00 Uhr. Später im Jahr vermeiden Forellen helles Tageslicht. Im Sommer verlagern sich die Beißzeiten deshalb auf den frühen Morgen und den späten Abend. Sonnenaufgang kann eine magische Zeit sein an vielen
Gewässern mit einem Insektenschlupf ab 4.00 Uhr morgens. Im Gegensatz dazu sind alle Angler mit dem Abendsprung vertraut. Und der kann die ganze Nacht andauern, wenn Sedges schlüpfen
Große Forellen sind groß geworden, weil sie vorsichtig sind. Angler haben gleichwohl die Chance auf solch einen Fisch, wenn nach einem Hochwasser die Trübung zurückgeht, oder wenn es in einem See zum massiven Fliegenschlupf kommt. Zudem wurden kapitale Fische beim Schlupf von Maifliegen gefangen, oder wenn sie Sedges jagen in der Dämmerung - oder mit einem Wurm in natürlicher Drift.
Doch das Verhalten der Fische ist je nach Gewässer und Jahrszeit unterschiedlich. Fragen sie im Angelgeräteladen oder einen Angelführer/Ghillie nach den jeweiligen Beißzeiten und der besten Saison, um auf große Forellen zu angeln.


